Elternarbeit und Medieneinsatz "Gesunde Ernährung"
Referent: Antonio DiazFachtag Elternbriefe
"Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"Elternarbeit und Medieneinsatz zu Kitathemen
Referent: Iman El-HusseinElternarbeit und Medieneinsatz "Bildungschancen"
Referent: Antonio DiazTag der offenen Tür im ANE
Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm."Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration"
Vortrag von Anita KnapekBerlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung
Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung
Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.
Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen
"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

Wir haben Kinder und ehemalige Kinder danach gefragt, wie sie ihre Liebe zur Musik entdeckt haben.
Gerne würden wir auch von Ihren Erfahrungen hören! Benutzen Sie doch das Kommentarfeld am Ende dieses Textes, um den anderen Leserinnen und Lesern dieser Seite zu erzählen, was sich bewährt hat und was eher keine so gute Idee war.

Ich habe mit dem Cello angefangen, aber das war mir dann zu schwer. Vor einem Jahr habe ich dann mit der Gitarre begonnen. Meine Mutter, meine Tante und mein Cousin spielen auch Instrumente. Das Spielen macht mit Spaß - am liebsten mag ich Flamenco. Ich will auch unbedingt weiter machen und vielleicht auch Klavier spielen.
Julian, 12 Jahre, übt jeden Tag zwischen 15 und 30 Minuten
„Warum ich Klavier spiele? Eigentlich wollte ich Gitarre lernen. Aber zuerst hatte ich den Termin für den Probeunterricht für Klavier. Und das gefiel mir so. Ich fand den Hasan – das ist mein Klavierlehrer- nett, eigentlich ganz toll. Und so habe ich mich gleich entschieden. Ich bin nicht mehr zum Probeunterricht für Gitarre gegangen.
Ich finde es toll, dass ich die Lieder mit Text spielen kann. Das macht Spaß, wenn ich es geschafft habe, ein Lied auswendig und fehlerlos zu spielen.
Was mir nicht gefällt ist, wenn ich zum Klavierunterricht muss, wenn ich doch gerade mit meinen Freunden spielen wollte. Dann schimpfe ich und habe keine gute Laune. Aber wenn ich dann den Unterricht hatte und meine Mutter mich hinterher fragt, ob es Spaß gemacht hat...? Ja, da muss ich sagen, es hat wirklich Spaß gemacht. Dann habe ich wieder gute Laune.
Ob sich was geändert hat, seitdem ich Klavier spiele? Ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt, aber seitdem habe ich mich in Mathe verbessert. Und es macht mir sogar Spaß.“
Barış, 8 Jahre
„Ich habe zu der Frage leider nur folgendes beizutragen:
Mutter: Willst du Klavierspielen?
Anna: Nein
Mutter: O.k., wir wollen dich zu nichts drängen.
Das Klavier wurde zwischenzeitlich an die Verwandtschaft weitergereicht und meine brave Cousine ist inzwischen eine Virtuosin - ich dagegen frustriert, kein einziges Instrument erlernt zu haben, geschweige denn Klavier...“
Anna, 36 Jahre

„Ich war erst beim Musikkurs in der Musikschule und dann beim Instrumentenkarussell, wo man vier verschiedene Instrumente kennen gelernt hat. Ich wollte dann Gitarre lernen. Warum? Weiß ich nicht, ich finde Gitarre gut. Ich glaube auch, dass es einfacher zu lernen ist als die anderen Instrumente. Als ich gesagt habe: „ich will Gitarre spielen“, hat mein Vater gesagt, dass er dann auch mitkommt und es auch lernt. Wir gehen jetzt immer zusammen zum Unterricht. Und meistens üben wir auch zusammen.“
Helena, 7 Jahre
„Um ehrlich zu sein, haben wir Helena gar nicht gefragt, ob sie überhaupt ein Instrument spielen will. Nach dem Instrumentenkarussell war lediglich die Frage, welches der vier sie lernen wollte. Irgendwie war das für meine Tochter immer selbstverständlich: man geht zum Sport und man lernt ein Instrument. Das machen alle so, die sie kennt. Ich glaube aber auch, dass es ihr gut gefällt, dass wir das jetzt zusammen machen. Das es etwas ist, was wir beide zusammen machen – ohne ihre Mutter und ihre kleine Schwester.“
Thomas, Vater von Helena
"Du wirst Blockflöte spielen lernen", sagte meine Mutter damals zu mir.
"Warum?"
"Weil alle Deine Freunde auch Blockflöte spielen lernen."
Dieser Satz galt im Umkehrschluss beim Fußballverein nicht. Da sagte meine Mutter immer: "Was andere machen, interessiert mich nicht."
Und deshalb - weil ich es musste, es aber eigentlich überhaupt nicht wollte - habe ich den Blockflötenunterricht gehasst. Und als dann, am letzten Tag, von der Musiklehrerin (ich habe sowohl ihren Namen als auch ihr Gesicht, Alter etc. komplett verdrängt) die Frage kam, wer denn von uns nun ein anderes Instrument erlernen wollen würde, war ich der Erste, der an der Tür stand, das zusammengefaltete Notenheft zunächst noch in der Hand, dann ab damit in den Papierkorb, und antwortete: "Im Leben nicht.", bevor ich den Raum verließ.
Nur ein paar Jahre später begann ich das dann zu bereuen, als einer meiner Freunde, der direkt im Anschluss an den Blockflötenunterricht Schlagzeug zu spielen begonnen hatte, in eine richtig coole Band eintrat. Während meines Studiums trat ich dann aus purer Verzweiflung in eine Punk/Rockband ein. Doch meine Aufgabe beschränkte sich darauf, Bandnamen vorzuschlagen, die dann nie angenommen wurden, Texte zu schreiben und zu "singen" (na ja, singen trifft es nicht so ganz - und nach einem halben Jahr haben wir uns wegen Erfolglosigkeit ohnehin aufgelöst. Und außerdem hatte man in unseren Bandkeller in Salzgitter-Lebenstedt eingebrochen und alle Instrumente geklaut.)
Heute liebe ich Musik, kann mir einen Tag ohne Kopfhörer im Ohr nicht vorstellen und bereue es zutiefst, kein vernünftiges Instrument (Gitarre, Bass oder Schlagzeug) erlernt zu haben (seufz...). Aber die Blockflöte hat mir echt mein Leben - zumindest mein musikalisches Leben - versaut.“
Michael, engagierter Patenonkel
“Von 7 bis 10 habe ich Blockflöte gelernt, dann – weil es in der Schule angeboten wurde – zwei Jahre lang Trompete. Ich fand das Instrument immer gut. Ich habe dann aber aufgehört, weil es so schwer war und man immer so viel üben musste. Seit einem Jahr gehe ich jetzt zum Klavierunterricht, das habe ich mir alleine ausgesucht. Meine kleine Schwester macht das auch Ich übe jetzt täglich eine Viertel Stunde, das mache ich gerne und freiwillig. Musik finde ich schön, weil man dabei so viel Neues ausprobieren kann.“
Jost, 13 Jahre

„Wie ich probiert habe, meine Kinder zum Musikmachen zu bekommen? Also erstens habe ich ja ein bisschen Gitarre geklimpert und zu absolut jeder Gelegenheit (Geburtstag, Weihnachten, Frühling etc.) mit den beiden da gehockt und wir haben zusammen gesungen. Wenn Freunde von ihnen da waren, was fast immer und ewig war, drückte ich jedem irgendwas (Triangel, Kastagnetten, Topfdeckel) in die Hand und ich hatte schon den Eindruck, dass alle Kinder gerne singen und sozusagen angeleiteten "Krach" machen, sie tanzten natürlich auch gerne. Da Weihnachten mit der ganzen, großen Familie ja über viele Jahre immer bei uns stattfand, habe ich das richtig vorbereitet, mit den Kindern Weihnachtslieder "geübt", den Text vervielfältigt, unter allen verteilt und dann musste (!) gesungen werden.
Mit beiden Kindern habe ich so wunderbar liebevoll aufbereitete klassische Platten gehört, die oft noch ein kindgerechtes Bilderbuch dabei hatten. Vieles sollte den pädagogischen Effekt haben, ihnen Instrumente nahe zu bringen und Lieben zu entdecken. Aber diese Sachen blieben die Ausnahme, weil wir selbst im Alltag wenig Klassik hörten und weil das in ihrer Grundschule gar nicht gefördert wurde.
Dann schafften wir ein altes Klavier an und sowohl ich (Vorbild!) als auch meine Tochter lernten Klavier spielen. Sie hatte einen total tollen Klavierlehrer erwischt und sie hatte Spaß und einen guten Erfolg. Dann zog er weg. Alle anderen Nachfolger, ich glaube 3 oder 4, haben ihr das Klavierspielen gründlich vermiest und sie hörte auf. Mein Sohn hatte von Anfang an nur eine blöde Klavierlehrerin, so dass auch er bald aufgab. Bei ihm ist witzig, dass er jetzt in seiner WG wieder ein Klavier hat, und kräftig übt (ohne Noten) und Klavier ihm wieder Spaß macht, aber natürlich ohne dass er jetzt ein Fundament hätte. Er bedauert jetzt, damals aufgehört zu haben.
Vielleicht, vielleicht hätte ich strenger, insistierender sein müssen... keine Ahnung, bin ich aber leider nicht.
Schwer fällt mir, zu beurteilen, ob jetzt nur Klassik als "Musik" gelten sollte oder ob wir nicht auch einfach akzeptieren müssen, dass zwar der Geschmack von der Musik, die z.B. mein Sohn heute überwiegend hört, nicht meiner wäre, aber... Musik bleibt doch Musik, holt einen raus aus Tristigkeit, lenkt von blöden Gedanken ab, ist Ausdruck von Lebensfreude und und und. Tja, was wäre ein Leben ohne...?“
Gudrun, zwei erwachsene Kinder

„Meine Mutter hat mich schon vor ganz langer Zeit gefragt, ob ich nicht ein Instrument lernen möchte. Dann hat sie mir ganz viel Zeit gelassen und dann wollte ich gerne Blockflöte lernen, aber eigentlich möchte ich Querflöte spielen, aber da muss man zuerst die Blockflöte lernen.
Die Schwester einer Mitschülerin, die schon in der sechsten Klasse ist, spielt auch Querflöte. Die hatte schon einen Auftritt in der Schule, da finden auch mehrmals im Jahr Aufführungen des Schulorchesters statt. Das finde ich gut.“
Marlene, 8 Jahre, spielt seit exakt 4 Wochen die Blockflöte. Marlene geht einmal die Woche zum Musikunterricht und übt so, wie sie Lust hat und das ist im Moment noch ziemlich oft.
“Ich habe mit dem Musikspielen angefangen, weil ich was Neues ausprobieren wollte und weil Musik Spaß macht. Mit sechs Jahren habe ich angefangen Blockflöte zu spielen, seit 2 Jahren spiele ich jetzt Klavier. Als ich keine Lust mehr auf die Blockflöte hatte, haben mir meine Eltern vorgeschlagen Klavier zu lernen. Wir hatten auch schon ein Klavier. Das Klavierspielen finde ich gut, weil man dafür Kopf und Finger braucht und weil es nicht so schwer ist wie Blasinstrumente. Mit dem Klavierspielen will ich auf jeden Fall weitermachen. Ich finde es toll, einfach drauflos zu spielen, was Neues auszuprobieren.“
Sinah, 11 Jahre, hat einmal die Woche Klavierunterricht zusammen mit einem anderen Mädchen, übt täglich 15 Minuten.
„Abgesehen von bunt bebilderten Liederbüchern, singen mit Mama, sowie Sing- und Tanzspielen im Kindergarten habe ich es als Kind tatsächlich positiv erlebt, im Kindergarten- bzw. Vorschulalter rhythmische Bewegung und musikalische Erziehung von einer Musikpädagogin nahe gebracht zu bekommen. Zum Ballett durfte ich dies frühe Interesse nicht ausbauen, bin aber immerhin zur rhythmischen Sportgymnastik und später zum Jazzdance gekommen.
Eine Freundin hat mich dann im Grundschulalter mit in den Domchor geschleppt ... Sehr intensiv, da 2-3 Mal die Woche Proben angesagt war: Blockfötenunterricht, bei dem ich übrigens locker die Noten zu lesen gelernt habe, was mir in der Schule zugute kam, plus Singen und Stimmbildung. War dennoch nett, da, zum einen Musik ja tatsächlich stark aufs Gemüt wirkt und man dabei meistens gut gelaunt und fröhlich war (wie viel oder wenig Lust man auch immer anfangs mitbrachte ..) und zum anderen das mehrstimmige Singen besonderen Spaß gemacht hat (man hat sich ganz professionell gefühlt!).
Der Blockflötenunterricht hat mir übrigens auch mehrstimmig am meisten Spaß gemacht! Dazu hab ich, wenn ich allein zu Hause am Üben war, die erste Stimme auf Band aufgenommen, um die zweite dazu zu ergänzen. Sonst wäre es recht langweilig gewesen.
Abgesehen von den obligatorischen Choraufführungen hat die ganze Gruppe auf gelegentlich unternommenen Städtetouren spontan hier und dort ein kleines Konzert gegeben, was die Passanten natürlich in Überraschung und Freude versetzt hat. Das war lustig und zugleich sehr befriedigend.
Also ohne die Gemeinschaft wäre ich nicht lange dabei geblieben - das ist - so denke ich - ein ganz wichtiger Faktor. Es muss lustig sein, in der Gruppe!
Als ich dann ein Klavier haben wollte, meine Eltern aber für mich eine Gitarre ins Auge fassten, war der Endpunkt meiner „Musikkarriere“ erreicht. Von Eltern das Instrument aufgedrängt zu bekommen ist quasi der Anfang vom Ende. Ich kann ein paar Beatles- Songs spielen, das war's. Meine Klampfe steht immer noch verstaubt irgendwo herum, seit Jahren nicht berührt. Sogar die Option zur E-Gitarre und eigener Band war mir damit von Anfang an vergrault worden. Schade. Sonst wäre ich jetzt sicherlich Popstar, wie Madonna ...“
Christine, 34 Jahre
„Ich habe als Kind mit eigentlich großem Spaß Blockflöte gespielt. Da war ich aber echt noch klein (7 oder 8) und Kinderlieder cool genug. Dann wollte ich ein anderes Instrument spielen. An meiner Grundschule wurde für den örtlichen Musikverein Werbung gemacht und man konnte sich ein Instrument "aussuchen". Aus Trompete wurde Flügelhorn, das ist aber sehr ähnlich, nur spießig und nicht jazzig. Ich hatte dann Flügelhorneinzelunterricht bei einem Lehrer: Anfangs hat es Spaß gemacht aber irgendwann waren mir die Übungsdudeleien zu fade. Ich habe nicht genug davon geübt und somit wurden meine Technik und Ausdauer nicht viel besser. Dazu gab es einmal in der Woche Orchesterprobe, das hat viel mehr Spaß gemacht. Irgendwann kam dann aber der Zeitpunkt, wo Laura Brannigan und Kiss noch cooler waren als Bierzeltmusik und der Umzug ins obercoole Berlin hat die Volksmusik auch nicht befördert. Wahrscheinlich wäre es an der Stelle gut gewesen in die an meiner neuen Schule existierende Big Band einzusteigen. Aber dafür war ich nicht cool genug. Irgendwie war es das dann. Leider.“
Florian, 36 Jahre
„Ich habe Musizieren als Kind und Jugendliche immer sehr gemocht, solange es ohne Zwang und mit Fantasie stattfand. Mein Blockflötenunterricht war allerdings superdröge und mein Klavierunterricht schrecklich langweilig und von ausbleibendem Erfolg gekrönt. Ich habe aber Gott sei Dank tollen Altflötenunterricht und Jugendchor gehabt. Beides wurde von einer zur Sängerin ausgebildeten Pfarrersfrau veranstaltet, die immer Disziplin verlangte und uns forderte, die uns aber nie unter Druck setzte und immer durch fantasievolle Scherzchen den Spaß an der Sache aufrecht erhielt. Wir haben zuhause auch immer viel gesungen: bei Autofahrten, Geburtstagen, Weihnachten, beim Zubettgehen usw. Das mache ich auch mit meiner Tochter und ich finde, dass das auf Kinder eine beruhigende und unterhaltende Wirkung hat.“
Sophie, 32 Jahre, eine zwei Jahre alte Tochter

Ich spiele seit zwei Jahren Klavier. Ich habe das selbst entschieden, ganz viele aus meiner Klasse spielen aber auch Klavier. Ich will auch unbedingt weitermachen damit. Mir macht das Klavierspielen immer Spaß. Wenn ich mal traurig bin, dann setzte ich mich ans Klavier und dann geht es mir wieder besser. Am liebsten mag ich Béla Bartók.
Lukas Abel, 12 Jahre, hat einmal die Woche Klavierunterricht und übt darüber hinaus 1-2 Mal pro Woche.
Lukas Abel, 12 Jahre
"Aus unerklärlichen Gründen ist mir die musikalische Früherziehung bei der gestrengen Frau Dahl mit ihrer Mitte der 70er eigtl. schon etwas aus der Mode gekommenen schwarz-gefärbten Riesen-Turmfrisur in guter Erinnerung. Besonders gefielen mir die handlichen Tafeln mit Notenlinien und magnetischen Noten-Plättchen, mit deren Hilfe wir Noten lesen gelernt haben - vor der Schule und ohne sonderliche Anstrengung. So konnte ich dann mit meiner Blockflöte alle Lieder aus dem Arbeiterkampfliederbuch meines Großvaters vom Blatt spielen, stets von dem Ehrgeiz geleitet, einmal das ganze Buch in einem Stück zu schaffen, bevor irgendjemand "Essen ist fertig" oder "Jetzt reicht's aber" rufen konnte. Kaum eine andere 6-jährige, die so schnell "Völker hört die Signale" pustete... Später, ca. mit 13, ging's dann weg von der Geschwindigkeit und vom Klassenkampf, hin zu beschaulicheren Weisen der klassischen Gitarre, die mir ein verzottelter Student in seiner nicht minder verzottelten Wohnung freundlich und geduldig nahe brachte - gemischt mit etwas Folk, Blues und dem einen oder anderen Stones-Hit, um die Schülerin bei Laune zu halten und vielleicht auch mal zum Singen zu bringen. Das mit der Laune hat geklappt, mit dem Singen erst nach längerem Anlauf, mit hochrotem Kopf und anfangs kaum hörbar."
Nana, 36 Jahre, zwei vierjährige Töchter
„Ich hatte keinen Blockflötenunterricht, spielte aber trotzdem ganz gerne nach Gehör. Bis dann die schrecklichen Weihnachtsauftritte kamen die entsprechend kommentiert wurden. Dann war es vorbei. Ich habe immer darunter "gelitten", kein Instrument spielen zu können. Ich habe dann mit weit über 40 mit meiner Tochter bei der Musikschule angefangen Keyboard-Unterricht zu nehmen. Leider war auch dieses Unternehmen für alle 3 sehr unerfreulich. Der Lehrer verzweifelte, weil er mit meiner Haltung -es muss ja nicht so genau stimmen, mir soll es Spass machen, ich möchte nur für mich ein bisschen was lernen, nicht einverstanden war. Er konnte nicht verstehen, dass wir so gar kein Talent aber viel Freude und Begeisterung hatten. Meine Tochter war sehr motiviert ihre damaligen Favoriten und Lieblinge, die Kellys nachzuspielen aber nicht "Alle meine Entchen" und so. Der Musikunterricht war so verstaubt, dass es wieder nichts wurde.
So endete auch dieser Versuch kläglich. Dabei ist es bis heute geblieben.“
Helga, eine Tochter
„Leider bin ich extrem unmusikalisch und war das auch schon mit fünf, als meine Eltern mich in der Musikschule zur musikalischen Früherziehung angemeldet haben...- und so bekam ich nicht mal die nahezu allgemeingültige Empfehlung Blockflöte zu lernen, sondern so etwas wie Tamburin oder Xylophon. Habe ich dann aber nicht gemacht!“
Daniela, 36 Jahre
aufgezeichnet von Miriam Walther