Elternarbeit und Medieneinsatz "Gesunde Ernährung"
Referent: Antonio DiazFachtag Elternbriefe
"Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"Elternarbeit und Medieneinsatz zu Kitathemen
Referent: Iman El-HusseinElternarbeit und Medieneinsatz "Bildungschancen"
Referent: Antonio DiazTag der offenen Tür im ANE
Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm."Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration"
Vortrag von Anita KnapekBerlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung
Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung
Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.
Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen
"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

"Als mein Mann nach Hause kam, war er völlig verändert. Er hatte rote Augen und war verwirrt." Er habe nur gesagt: "Wir müssen weg, wir haben keine Zeit, nimm die Kinder, pack die Sachen, wir müssen sofort weg." So schildert Husaber S. die überstürzte Flucht ihrer Familie aus dem Iran. Der Hintergrund: Weil sie Christen sind, ist Familie S. ständig Anfeindungen, Diskriminierungen und falschen Verdächtigungen ausgesetzt. An jenem Tag hat ein Pasdaran – ein staatlicher Religionswächter – das kleine Haushaltwarengeschäft von Mushegh S. betreten. Wieder einmal ist der Familienvater denunziert worden. Er soll eine Vergewaltigung begangen haben, so die falsche Beschuldigung. Der Beamte beschimpft den Armenier, droht, man werde ihm den Kopf abschneiden. Mushegh S. hat Angst. Er war bereits einmal inhaftiert, wurde tagelang geschlagen. Als der Pasdaran ihn verhaften will, wehrt er sich. Er schlägt ihn nieder und flieht Hals über Kopf. "Offensichtlich unbegründet" lautet die Entscheidung des Bundesamtes über den Asylantrag von Familie S. Weil die Flucht nur zwei Wochen gedauert hat und vollständig mit falschen Papieren erfolgt sein soll, schließt der Bundesamtsentscheider, dass die gesamte Geschichte "frei erfunden" sei.
Familie S. steht damit vor der Abschiebung. Die Rechtsanwältin klagt gegen den Bescheid und versucht, die Abschiebung juristisch aufzuhalten. Aber das Gericht lehnt die "aufschiebende Wirkung" der Klage ab. Die Ausländerbehörde fordert Familie S. auf, sofort Pässe für die Abschiebung zu beantragen. Doch die Angst vor der Rückkehr ist zu groß. Die Familie weigert sich, zur iranischen Botschaft zu gehen. Fast zwei Jahre dauert es, bis die Klage endlich verhandelt wird. Das Verwaltungsgericht kommt dabei zu einem eindeutigen Ergebnis: Der Bescheid des Bundesamtes ist falsch. Herr S. und seine Familie sind politisch verfolgt und müssen ein Bleiberecht in Deutschland erhalten.
Mehr: "Offensichtlich unbegründet": http://www.proasyl.de/de/informationen/einzelfaelle/offensichtlich-unbegruendet/index.html
Quelle: Auszug aus: Der Einzelfall zählt
www.proasyl.de/de/informationen/einzelfaelle/index.html
Wir danken Pro Asyl für die Erlaubnis zur Veröffentlichung dieses Beitrags!