Elternarbeit und Medieneinsatz "Gesunde Ernährung"
Referent: Antonio DiazFachtag Elternbriefe
"Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"Elternarbeit und Medieneinsatz zu Kitathemen
Referent: Iman El-HusseinElternarbeit und Medieneinsatz "Bildungschancen"
Referent: Antonio DiazTag der offenen Tür im ANE
Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm."Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration"
Vortrag von Anita KnapekBerlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung
Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung
Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.
Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen
"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.


In Einsteins Fußstapfen zu treten ist doch kinderleicht. Mit ganz einfachen Dingen können Sie, liebe Eltern und Kinderfreunde, mit Ihren Kindern die erstaunlichsten Experimente durchführen. Manche kleine Versuche sind auch wunderbar geeignet einfach mal zwischendurch ein wenig Wartezeit zu überbrücken. Andere sind schon etwas aufwändiger und brauchen gute Vorbereitung. Probieren Sie die ein oder andere nachfolgende Forschungsidee doch einfach mal aus. Und wenn Sie erstmal in Fahrt gekommen sind lässt sich auch im Alltag noch so vieles mehr erforschen.
Mein Frühstücksexperiment bestand heute morgen zum Beispiel darin, ob sich eine steinhart gewordene Scheibe Brot durch Bestreichen mit Butter und erneutes Toasten wieder in einen essbaren Zustand zurückverwandeln lässt. Ergebnis – für Menschen mit kräftigem Gebiss ja. Erstklässler würden allerdings möglicherweise bei einem herzhaften Biss in diesen Toast ihren Wackelzahn endgültig verlieren.
Zeit
Einstein war schon von klein auf an fasziniert von Uhren. Auch in der Physik sind sie natürlich ganz entscheidende Messinstrumente. Einsteins Entdeckungen zur Zeit haben schließlich zur Entwicklung von Atomuhren und von GPS beigetragen. Aber auch schon bevor diese modernen Gerätschaften erfunden wurden, bauten Menschen ihre eigenen Uhren.

Die chinesische Feueruhr
Die Chinesen erfanden beispielsweise schon 3000 vor Christus eine Feueruhr. Die lässt sich auch nachbauen. Dazu nimmt man am besten ein dünne, längliche Kerze und bindet in regelmäßigen Abständen kleine Steine, Metallkugeln oder Murmeln daran fest. Auf eigene kreative Weise baut man dann eine Befestigung für die Kerze, so dass diese waagerecht abbrennen kann. Darunter legt man einen unzerbrechlichen Teller, dem auch herunterkleckerndes Wachs nicht schadet. Mit einer Stoppuhr lässt sich dann der Zeitabstand zwischen dem Herunterfallen der einzelnen Kugeln bestimmen. Die Chinesen hatten natürlich keine Stoppuhr, aber sie hatten ihr System so genau ausgetifftelt, dass die Metallkugeln sekundengenau von dem mit Pech und Sägemehl beschichteten Stab auf einen wohl klingenden Gong fielen. Auch Räucherkerzen wurden als Stoppuhren verwandt. Siehe dazu auch www.physikfuerkids.de/historie/zeit/zeit4.html

Die Sonnenuhr
Wenn Ihr Kind schon im Uhrenalter ist, wär ließe sich aus dem Bau einer Sonnenuhr ein kleines Ferienprojekt machen. Das geht ganz einfach: Sie stecken einfach nur einen Stock in die Erde – am besten an einem Platz, den die Sonne ganztägig erreichen kann. Und wann immer Sie oder Ihre Kind daran vorbeikommt legt es einen Stein in die Linie des Stockschattens. Es guckt dann oder fragt, welche Uhrzeit es grad ist und notiert diese auf einem Zettel, der unter dem Stein platziert wird. Nach und nach entstehen so lauter Anhaltspunkte, für das Ziffernblatt der Sonnenuhr. Schließlich können Sie die Uhr richtig nach den vollen Stunden ausrichten. Natürlich kann man die ganze Sache auch noch viel komplizierter anstellen, eine Bastelanleitung für Fortgeschrittene finden Sie hier. http://www.astronomie.de/astronav/sonnenuhr/anleitung.html

Natürliche Muster
Mit etwas flüssiger Farbe (Malerfarbe oder Acrylfarben gehen am besten, dick angerührte Tusche funktioniert aber zur Not auch) und etwas Folie oder Pappe lassen sich faszinierende Muster erzeugen, wie sich auch in der Natur vorkommen. Auf ein Stück Folie wird ein Klecks gegeben und obendrauf eine weitere Folie oder ein Stück Fotokarton gelegt und leicht angedrückt. Beim Auseinanderziehen entstehen Fantasiebilder, die an Blitze, Korallen, Baum- oder Blattstrukturen erinnern. Die Physiker nennen sie fraktale Muster. Ihr jeweiliges Aussehen wird durch die Eigenschaften der Farbe, die Schichtdicke und die Zuggeschwindigkeit beim Abziehen bestimmt. Die Ähnlichkeit der so entstehenden Strukturen zeigt, dass die Muster doch nicht rein zufällig entstehen. Vielmehr folgen sie bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die sich in mathematischen Modellen beschreiben lassen. Auch wenn wir diesen Part dann vielleicht doch lieber Herrn Einstein überlassen macht das Herstellen von Zufallsbildern richtig viel Spaß. Noch mehr erfahren Sie zu diesem Phänomen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Fraktal
Licht
Der Kerzen-Bleistift Versuch
Man stellt eine Kerze auf und zündet sie an. Dann stellt man sich 1-2 große Schritte davon entfernt hin und hält zwei Bleistifte waagerecht zueinander, so dass ein Spalt entsteht. Durch diesen Spalt betrachtet man dann die Kerzenflamme. Was sehen Sie? Was sehen Ihre Kinder? Probieren Sie mal, was passiert, wenn sie die Bleistifte stärker aneinanderdrücken oder wenn sie sie mit mehr Abstand voneinander halten. Verändert sich etwas?
Wenn wir davon ausgehen, dass Licht sich in Strahlen geradlinig ausbreitet, dann werden wir mit diesem kleinen Versuch getäuscht. Es lässt sich nämlich, wenn alles gut klappt, eine Lichtverteilung in alle Richtungen beobachten und die Lichtintensität der Flammen nimmt nach außen kontinuierlich ab. Das heißt, dass sich dieser Versuch nur mit dem Wellenmodell des Lichtes erklären lässt. Nach diesem Modell verbreitet sich das Licht wie eine Welle, so wie Wasser wenn es durch eine enge Öffnung hindurchfließt. Wir sehen also, wie Einstein erkannte, dass sich Licht sowohl strahlenförmig als auch wellenförmig ausbreitet. Beide Theorien sind richtig.

Unendlichkeit
Das Möbiusband
Einstein hat lauter Dinge entdeckt, die der menschliche Verstand kaum zu fassen vermag: unsichtbare kleine Teilchen, viele Dimensionen und unendliche Entfernungen. Das Universum beschrieb er als dreidimensional und endlich, aber grenzenlos – so etwas kann sich doch nicht einmal ein Genie vorstellen. Fangen wir aber mal mit der Grenzenlosigkeit an. Ein kleiner Basteltrick kann die Unendlichkeit ganz gut veranschaulichen. Dazu klebt man zwei DinA4 Bögen Papier jeweils an der kürzeren Oberkante aneinander und schneidet einen sehr langen und etwa 4 cm breiten Streifen Papier aus. Diesen Streifen verdreht man entlang der langen Kante, so dass am linken Ende die vorherige Rückseite nach vorne schaut. Und dann klebt man die beiden Enden zusammen. Wer das nicht verstanden hat kann sich auch einen Gürtel vorstellen, der um 180° gedreht und sozusagen mit der Innenkante nach außen zusammengeschnallt wird. So entsteht das sogenannte Möbiusband! Im Jahr 1865 veröffentlichte Professor August Ferdinand Möbius die Beschreibung des bekannten Möbiusbands: eine 3-dimensionale endliche Fläche mit nur einer Seite und nur einem Rand. Nun können Ihre Kinder mit Ihnen sich dieses merkwürdige Ding mal näher betrachten. Wie viele Seiten hat denn ein Möbiusband? Dazu können die Kinder einen Farbstift nehmen und einfach einen Strich immer geradeaus über das Band ziehen. Wo landet der Stift schließlich? Und wie viele Kanten hat ein Möbiusband? Dazu kann man mit dem Finger an der oberen Kante entlang fahren. Und schließlich lässt sich das Möbiusband auch entlang der Mittellinie noch einmal aufschneiden. Was passiert dann?
Springendes Müsli
Die meisten Erwachsenen kennen den Trick schon und wissen, was passiert, wenn Kinder einen Luftballon am Pulli reiben und ihn dann über die Haare halten – sie werden wie von Zauberhand angehoben. Aber was passiert, wenn man ihn dann übers Müsli hält?
Entwässerung
Lassen Sie die Kinder eine kleine Kerze anzünden, die auf einer Untertasse steht. Auf den Rand der Untertasse legen sie nun eine Münze. Nun gießt jemand ganz vorsichtig gerade so viel Wasser in die Untertasse, dass sie bedeckt ist. Dann stülpt einer von Ihnen ein Trinkglas über die Kerze. Was passiert? Die Kerze erlischt, weil sie bald allen Sauerstoff, den sie zum brennen braucht, verbrannt hat. Aber das ist noch nicht alles. Das Erstaunliche ist, dass das Wasser im Glas nun ansteigt und die Münze allmählich auf dem Trockenen liegt. Warum das? Nachdem der Sauerstoff verbraucht war, sank auch der Druck im Glas und der äußere Luftdruck hat das Wasser dorthin gedrückt, wo weniger Gegendruck bestand, nämlich ins Glas.
Weitere Experimente finden Sie bei www.zzzebra.de oder in den Experimentierbüchern, die wir unter unseren Lesetipps vorschlagen. Aber viel besser noch sind die eigenen Erfindungen, auf die man beim munteren ausprobieren kommt.