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Veranstaltungen

Berlin, 08.06., 09:00 Uhr

Fachtag Elternbriefe: "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"

Berlin, 08.06., 14:00 Uhr

Tag der offenen Tür im ANE: Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm.

Berlin, 15.06., 20:00 Uhr

"Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration" - Vortrag von Anita Knapek 

Fachtag Elternbriefe

Berlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung

Tag der offenen Tür

Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung

Elterntipps Arabisch/Deutsch

Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.

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Filme für Eltern

"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

Bildungspolitik in Europa

Die „Sicherung der Zukunftsfähigkeit der europäischen Wirtschaft“ – wer sich mit Bildungspolitik in Europa beschäftigt, bekommt unweigerlich den Eindruck, dass sie Hauptziel und Hauptantrieb europäischer bildungspolitischer Überlegungen ist.

Fast kein jüngerer Text zum Thema Bildung und Europäische Union kommt ohne den Verweis auf die in der so genannten „Lissabon-Agenda“ gesetzten Ziele aus. In Lissabon ging es tatsächlich auch um Bildung – als Mittel zum Zweck, der da lautete, Europa zum wettbewerbfähigsten Wirtschaftsraum weltweit zu machen.

Wird die Qualität, der Wert von Bildung in Europa damit allein aus dem Gesichtspunkt ökonomischer Nutzbarmachung betrachtet? Ist Bildung aus EU-politischem Gesichtspunkt nur dann gut, wenn sie sich rechnet, sich in wirtschaftlichem Erfolg, in barer Münze bezahlt macht? Wird damit nicht ein innereuropäischer Konkurrenzdruck der Bildungseinrichtungen untereinander erzeugt, der zu nichts anderem als zu einer „Immer schneller, immer mehr, immer früher“-Philosophie führen kann?

Als Grundgedanke bildungspolitischer Maßnahmen klingt das auf den ersten Blick beunruhigend, sogar abschreckend. Doch es lohnt sich ein genauerer Blick auf die Bildungspolitik der EU.

Denn zu den Grundsätzen der tatsächlich hauptsächlich aus ökonomischen Gesichtspunkten gespeisten bildungspolitischen Überlegungen der EU gehört ja beispielsweise auch der des freien und gleichberechtigten Zugangs aller Bürgerinnen und Bürger zu Bildung, Chancengleichheit oder wenigstens Chancengerechtigkeit, Bildungschancen also auch für sozial, politisch, ökonomisch bisher benachteiligte Gesellschaftsmitglieder. Es gehören zu den bildungspolitischen Maßnahmen viele Angebote, die die gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen aller Schichten fördern und diese Teilhabe in breitem Unfang auch finanziell fördern.

Bei aller Skepsis, die die Begründungen bildungspolitischer Aktivitäten der EU hervorrufen können, lässt der Blick auf die konkreten Maßnahmen die Aufregung also eher sinken. Die Europäische Union bietet Jugendlichen, SchülerInnen und StudentInnen also, aber auch ihren ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen heute Möglichkeiten zu Austausch, zu Qualifikationen, zu Erfahrungen, die zu nutzen nur jedem empfohlen werden kann.

Überdies schützt das so genannte „Subsidiaritätsprinzip“ die Bildungssysteme der Mitgliedsstaaten vor einer „Übernahme“ durch EU-Politik. Denn die politischen Organe und Akteure der EU sind ja keine den einzelnen Regierungen der Mitgliedsländer übergeordnete Staatsmacht, die in die Gesetzgebungen der Mitgliedsstaaten so einfach hineinregieren und diese nach Belieben harmonisieren und angleichen darf. Gerade dies dürfte mit dazu beitragen, dass die bildungspolitischen Debatten der EU häufig so nach Wirtschaftspolitik schmecken: Der Hinweis auf wachsenden ökonomischen Konkurrenzdruck erleichtert vielleicht dem einen oder anderen ansonsten an Einmischung in seine Politik eher desinteressierten Mitgliedsland die Beteiligung an bildungspolitischen Maßnahmen der Staatengemeinschaft.

Fakt ist, dass unsere Kinder, unsere Jugendlichen, bei der Konkurrenz um Arbeitsplätze über andere Qualifikationen werden verfügen müssen, als das bei uns, der Elterngeneration, der Fall war. Mobilität auch über die Grenzen von Ländern und Staaten hinaus, Fremdsprachenkenntnisse, aber auch Wissen über die Gesellschaften der anderen EU-Mitgliedsländer – mit anderen Worten: interkulturelle Kompetenz - werden immer wichtiger. Es sind übrigens oft die Migranten, die sich dieser neuen Situation und der damit verbundenen Herausforderungen bewusster sind als „Eingeborene“: sie haben die Bedeutung, die Folgen von Mobilität bereits kennen gelernt, wissen um die Wichtigkeit von Sprachkenntnissen oder der supranationalen Anerkennung nationaler Bildungs- und Schulabschlüsse.

Wer über Zukunft, sei es die eigene oder die Zukunft Europas, mit entscheiden möchte, muss sich beteiligen, aktiv werden. Europa bietet viele Möglichkeiten dazu. Es gilt sie zu nutzen – auch und gerade dann, wenn man sie verändern und mitgestalten will.