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Veranstaltungen

Berlin, 08.06., 09:00 Uhr

Fachtag Elternbriefe: "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"

Berlin, 08.06., 14:00 Uhr

Tag der offenen Tür im ANE: Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm.

Berlin, 15.06., 20:00 Uhr

"Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration" - Vortrag von Anita Knapek 

Fachtag Elternbriefe

Berlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung

Tag der offenen Tür

Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung

Elterntipps Arabisch/Deutsch

Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.

Elternbriefe Schule Berlin

Elternbriefe Sprache

Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen

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Filme für Eltern

"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

Willkommen in der Steinzeit?

Autor: Antonio Diaz, Journalist

 

Antonio Diaz. Quelle: migration-online.de
Antonio Diaz. Quelle: migration-online.de

Am Nachmittag noch einen wichtigen Termin herein bekommen, d.h. den ebenfalls wichtigen Termin Morgen mit dem Kollegen verschieben! Kein Problem, mit meinem neuen Handy kann ich das sofort managen. Wie war das gleich, ins Menü, auf SMS- Schreiben, Empfänger eingeben und schreiben: Lieber Kollege, leider ist es mir… sorgfältig achte ich auf Rechtschreibung und Zeichensetzung, denn besagter Kollege ist sehr korrekt, da bemerke ich die mitleidigen, gerührten und amüsierten Blicke meiner Kinder. Ich frage arglos:“Ist was?“ und bekomme zur Antwort: „ Ja damals in der Steinzeit, als ihr noch die Buschtrommel benutzt habt, ging das alles bestimmt viel schneller!! Komm Papa, lass mich mal schreiben, man kann ja nicht mit ansehen wie du dich quälst.“ Zögernd übergebe ich mein Handy und diktiere einen gut durchdachten und wohl formulierten Brief an den Kollegen, nicht ohne zwischendurch auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung hinzuweisen. Ich bewundere meinen Sprössling,  locker auf der Couch sitzend, in der LINKEN das Handy, der Daumen huscht über die Tasten, die rechte Hand bedient die Fernbedienung, die Augen hängen am Bildschirm , dabei diskutiert er mit seiner Schwester. Trotzdem schreibt er schneller als ich rede. „So, fertig“, sage ich, „lass mich mal lesen“. „ Ups, zu spät, schon auf ‚Senden‘ gedrückt, vertrau mir, schreib jeden Tag hundert.“ Ich bedanke mich, beschließe zu vertrauen und hoffe das Beste. Dreißig Minuten später klingelt mein Handy und besagter Kollege ist dran:“ Hallo und vielen Dank für ihre SMS, Gott sei Dank bin ich schon zu Hause und meine Tochter konnte mir übersetzen, was sie geschrieben haben. Wusste gar nicht, dass sie diese neue Handy Kurzsprache so gut können, meine Tochter meinte, cooler Kollege, solltest du auch mal lernen!  

Jeder Vater und Mutter kennt bestimmt diese oder ähnliche Szenen.

Man  kann als Eltern diese Medien nicht verfluchen, denn wir nutzen sie ebenfalls und bei neueren Technologien, die unsere Kinder auf jeden Fall vor uns Nutzen(es sei denn, wir arbeiten zufällig in dieser Branche),  möchten wir  nicht als ‚Deppen‘ dastehen. Es stellt sich die Frage,  wie können wir lernen, mit Medien umzugehen,   ohne  als „Steinzeit- Menschen“ da zustehen und wie können wir  den bewussten Umgang mit Medien erlernen und diesen unseren Kindern in einem ständigen Verhandlungsprozess  vermitteln, sodass schließlich ein bewusster und kritischer Umgang mit  Medien möglich ist.

Auf der einen Seite werden Eltern oft überrollt von immer neuen Medien und deren Anwendungen im Alltag, auf der anderen Seite wollen sie ihren Kindern nicht die Chance vorenthalten, mit neuen Medien umzugehen. Wer kennt nicht die Mütter und  Väter, die ihren Kindern einen Computer schenken, damit diese sich zu Hause damit beschäftigen können, oder damit sie in der Schule „up to date“ sind  und Aufgaben zu Hause am PC erledigen können, denn in den Schulen wird ganz selbstverständlich immer mehr davon ausgegangen, dass jedem Kind ein PC zur Verfügung steht.

Trotz der positiven Nutzung, birgt der oft allzu offene Umgang (face-book, Schüler  VZ, my space , diverse Spiele, usw.) mit PC/Internet viele Gefahren mit schwerwiegenden Folgen, die Kinder und Jugendliche oft nicht kennen und einschätzen können und die ihnen nicht bewusst sind.

Auch Erwachsene  wissen oft nicht, wie sie mit den Risiken, aber auch den Chancen der neuen Medien umgehen können.  Es bestehen  diesbezüglich viele Fragen und Unsicherheiten  und Unkenntnis darüber, wo man  Hilfe oder Anregungen bekommen kann und wie diese dann bewusst und gezielt in den Erziehungsprozess einzusetzen sind.

Mit dieser Reihe wollen wir ihnen, den  Eltern und Erziehungsberechtigten  Beispiele aufzeigen,  die verdeutlichen, dass es  nicht so schwer ist,  wie man denkt, den bewussten Umgang  mit Medien zu üben und Art und Umfang der  Mediennutzung   in  den Erziehungsprozess des Aushandelns, Verhandelns  als gemeinsame Lernen  einzusetzen .

In den weiteren Folgen   werden wir Sie  informieren, weitere Beispiele  aufzeigen,  Gespräche führen, ihre Anregungen, Ideen, Fragen etc. aufnehmen, beantworten, und sie in Kontakt bringen.

Wir werden gemeinsam entdecken, dass man oft nicht lange suchen muss und dass  der  Austausch mit anderen Eltern oft einen großen Schritt in Richtung Lösung ist.

Es gibt z.B. interkulturelle Elterninitiativen, die von häufig gemachten Erfahrungen  von Eltern bzw. Erziehungsberechtigten berichten und die gemeinsam überlegt haben,  wie sie sich  gegenseitig  unterstützen können, wie sie die Stärken, die jeder hat,  koordinieren und  zum Wohl ihrer Kinder  und  sich selbst einsetzen können. So haben  sie u.a.  mehrere „Aufklärungsfilme“(in häuslicher Umgebung, bezogen auf Alltagssituationen mit neuen Medien) gedreht,  den sie für die Arbeit mit Eltern einsetzen.

Wir werden gemeinsam erleben und erfahren, dass es ist  nie zu spät ist, in diesen Prozess des bewussten Umgangs mit Medien,  einzusteigen.

Da ist z.B. Vidal, der spanische Opa, der vor ca. 1o  Jahren mit den Begriffen PC, Internet,  i Phon, usw. nichts anfangen konnte und der  heute ein  Internet- Cafe anbietet und dort junge Erwachsene im Umgang mit neuen Medien unterrichtet.

Dann ist da noch eine Gruppe  älterer türkischer  Frauen,  von denen  einige nicht lesen und schreiben und kaum Deutsch  sprechen können, die aber plötzlich die neuen Medien  entdeckt haben, einen Internet-Kurs besuchen, dabei  Deutsch lernen und sich nun mit ihren Enkeln austauschen können. Dabei entdecken sie  auch neue Seiten an der Kultur ihrer Heimat  und  können sich auch darüber mit ihren Enkeln austauschen.             Es ist also nie zu spät!!!

 

„Schau hin“, eine Kampagne des Bundesfamilienministeriums

 

Wie  kann  ich lernen,  hin zu schauen?

Wie ist es zu schaffen, dass beide Parteien - Eltern/Erziehungsberechtigte und alle mit der Erziehung unsere Kinder Beauftragte  und  Kinder /Jugendliche -  etwas davon haben, die bewusste, kritische Nutzung der Medien zu stärken,  Gefahren  und  Missbrauch im Umgang mit den Medien abzubauen?

Das  Bundesfamilienministerium  will  mit  Ihrer Kampagne „Schau hin“ alle in der Erziehung tätigen Erwachsenen sensibilisieren, sie  animieren und  ermutigen einen bewussten  Umgang  mit den neuen  Medien zu praktizieren und vorzuleben. Die Kampagne soll den Missbrauch und die Gefahren  neuer Medien aufzeigen und wird  unterstützt von  großen Medienunternehmen wie ZDF, ARD, Vodafone, etc. Sie  informieren und klären auf mit Spots im Fernsehen,  auf Internetseiten und mit Informationsmaterialien (Ratgebern, Broschüren, Flyern,  in Deutsch und anderen Sprachen)

In unsere Reihe werden  Sie ständig über die neuesten Entwicklungen dieser Kampagne informiert. Weitere Informationen dazu auf der Internetseite:            www.schau-hin.info.

Ihre Anregungen, Fragen, Informationen, etc. zu diesen Themen werden Sie  in dieser Reihe wiederfinden.

Der  Vater  und Journalist, der von seinen Kindern mit den Satz konfrontiert wurde:  „Papa, ihr früher  in der Steinzeit mit den Buschtrommeln“, stellt fest, „ ich bin nicht  allein  in der Steinzeit“, es gibt sehr viele Betroffene  und  es ist  nie zu spät,  damit anzufangen gemeinsam  mit den Kindern  einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien zu lernen . Letztendlich  hat die Aussage des Kindes  den Journalisten und Vater zu den Artikeln animiert.

 

Liebe Eltern,  demnächst  können sie hier weitere  Nachrichten aus der „Steinzeit“ lesen  und  zum Schluss noch eine Anregung,  falls  Sie Lust haben,  senden  Sie uns Ihre  „Erlebnisse und Geschichten aus der Steinzeit“ zu.

Bis zum  nächsten  Mal  ihr „Trommler“ aus der Steinzeit,  Antonio Diaz