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Veranstaltungen

Berlin, 08.06., 09:00 Uhr

Fachtag Elternbriefe: "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"

Berlin, 08.06., 14:00 Uhr

Tag der offenen Tür im ANE: Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm.

Berlin, 15.06., 20:00 Uhr

"Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration" - Vortrag von Anita Knapek 

Fachtag Elternbriefe

Berlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung

Tag der offenen Tür

Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung

Elterntipps Arabisch/Deutsch

Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.

Elternbriefe Schule Berlin

Elternbriefe Sprache

Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen

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Filme für Eltern

"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

Schulstrukturreform in Berlin

Autorin: Hildegard Lierow, Redaktion "Schulbriefe", ANE e.V.

 

Die Schullandschaft in Berlin ist überschaubar geworden, weil es nach der Grundschule nur noch zwei Schularten gibt: Das Gymnasium und die Integrierte Sekundarschule. Beide Schularten führen zum Abitur, das Gymnasium nach 12 Jahren, die Sekundarschule nach 13 Jahren. Das Gymnasium bleibt also erhalten. Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen werden in Sekundarschulen umgewandelt. Am einfachsten geht das bei den Gesamtschulen, weil sie sich kaum ändern müssen. Hauptschulen und Realschulen werden entweder zusammen gelegt oder einzeln als Sekundarschulen organisiert. Welche Schulen es in Ihrem Bezirk gibt, können Sie auf dieser Liste sehen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Gymnasien und Sekundarschulen?

Das Gymnasium ist der einheitliche Bildungsgang von der 7. Klasse bis zum Abitur und soll auf das Studium vorbereiten. Daher ist der Unterricht eher theoretisch ausgerichtet. Da das Abitur in 12 Jahren erreicht werden soll, gibt es pro Woche zwei Stunden mehr Unterricht. Gymnasiasten müssen also schneller und konzentrierter lernen und – das ist besonders wichtig – sie müssen selbstständig lernen können. Die Klassen sind größer als in der Sekundarschule. Es gibt eine Probezeit von einem Jahr. Nur mindestens ein Gymnasium pro Bezirk ist als Ganztagsschule geplant, in der es auch betreute Schülerarbeitsstunden gibt.

Die Sekundarschule führt zu allen Bildungsabschlüssen: Abitur, Mittlerer Bildungsabschluss, erweiterte Berufsbildungsreife, Berufsbildungsreife. Sie soll auf den Beruf vorbereiten und ist deshalb praxisorientierter als das Gymnasium. Jede Sekundarschule entwickelt ein eigenes Schulprogramm zum „Dualen Lernen“, in dem schulischer Unterricht und praktisches Lernen verbunden werden. Ab der 7. Klasse muss jeder Schüler an einem Kurs des dualen Lernens teilnehmen. Alle Sekundarschulen sind Ganztagsschulen, in denen Schüler nachmittags in Schülerarbeitsstunden ihre Hausaufgaben machen oder Freizeitangebote (Sport, Musik, Kunst etc.) wahrnehmen können.
Ausführliche Erläuterungen zum Dualen Lernen hier

 

Welche Schulart ist für Ihr Kind geeignet?

Sie als Eltern entscheiden alleine, welche Schulart Ihr Kind besucht. Deshalb sollten Sie auch gründlich überlegen, welche geeignet ist. Gehört Ihr Kind zu den Forschern und Entdeckern, macht es seine Hausaufgaben selbstständig, zeigt es gute Leistungen in der Schule, spricht und schreibt es gut deutsch? Dann ist sicher das Gymnasium die geeignete Schulart. Wenn ihm die Hausaufgaben schwerfallen, es Schwierigkeiten in Deutsch und Mathematik hat oder eher an praktischen Aufgaben interessiert ist, dann kommt eher die Sekundarschule in Frage. Dort wird der Unterricht so organisiert, dass Schüler auf unterschiedlichen Leistungsstufen lernen können und Erfolgserlebnisse haben.
Spätestens Mitte der 6. Klasse gibt es ein verbindliches Beratungsgespräch in der Grundschule, in dem Sie erfahren, welche Schulart aus Sicht der Lehrer für Ihr Kind am besten geeignet ist. Das steht in der schriftlichen Förderprognose. Dabei achtet die Schule nicht nur auf die Leistungen Ihres Kindes, sondern auch auf seine Arbeitshaltung und seine Neigungen. Nach diesem Beratungsgespräch entscheiden Sie, ob Sie sich an die Empfehlung der Schule halten oder nicht. Auf einem Formular geben Sie die Erst-, Zweit- und Drittwunschschule an.

 

Wie werden die Schüler ausgewählt?

Wenn die Schule Ihrer ersten Wahl genügend Plätze hat, wird Ihr Kind aufgenommen. Wenn die Plätze nicht ausreichen, wählt die Schule 70% der Schüler aus (davon 10 % für Härtefälle). Wie sie das macht, muss die Schulkonferenz beschließen und genehmigen lassen. Das kann zum Beispiel die Durchschnittsnote der Förderprognose sein oder die Noten in den Fächern, die zum Schulprofil gehören oder es kann auch ein schriftlicher oder mündlicher Test sein oder alles drei zusammen. Die restlichen 30% der Plätze werden verlost. Wenn es mit der Schule der ersten Wahl nicht klappt, kommt die Schule der zweiten Wahl nur zum Zuge, wenn dort nach Berücksichtigung der Erstwünsche noch freie Plätze sind. Dort wird nicht noch einmal gelost, sondern dann geht es nach der Durchschnittsnote der Förderprognose. Ebenso bei der Drittwunschschule.

Das neue Aufnahmeverfahren für die weiterführenden Schulen ab dem Schuljahr 2011/2012 - Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

 

Was sollten Sie bei der Schulwahl bedenken?

Zwar entscheiden Sie als Eltern alleine; trotzdem sollte Ihr Kind ein Wort mitreden. Die Schulen – sowohl Gymnasien als auch Sekundarschulen - haben einen unterschiedlichen „Ruf“ und auch unterschiedliche Schwerpunkte/Profile. Sie sollten also genau hinsehen. Am besten geht das am Tag der offenen Tür, den die meisten Schulen vor der Anmeldung durchführen. Dort sind auch Eltern und Schüler als Ansprechpartner vertreten. Sie können sich schon vorher im Internet informieren. Jede Schule hat inzwischen eine eigene Internetseite, auf der Sie das besondere Profil der Schule nachlesen können. Zum Schulportrait

Die Entwicklung der Sekundarschulen ist schwer einzuschätzen. Was ist mit den bisherigen Gesamtschulen, die sich ihre Schüler zukünftig aussuchen können? Werden dort überhaupt noch Schüler mit schlechter Förderprognose aufgenommen? Was ist mit Haupt- und Realschulen, die sich zu Sekundarschulen zusammen tun? Verstehen sich die Lehrerkollegien? Sind sie motiviert, ein neues Schulprogramm zu erstellen? Wollen sie neue Wege gehen, um Schüler individuell zu fördern? Und was ist, wenn sich ehemalige Hauptschulen in Sekundarschulen verwandeln? Haben sie eine Chance, auch leistungsstärkere Schüler aufzunehmen oder bleiben sie eine Restschule?

Sie sehen: Trotz Schulreform ist die Schulwahl nicht einfacher geworden.

 

Arabisches Medienprojekt "mit Eltern - für Eltern" ist ein Projekt vom Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.