Elternarbeit und Medieneinsatz "Gesunde Ernährung"
Referent: Antonio DiazFachtag Elternbriefe
"Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"Elternarbeit und Medieneinsatz zu Kitathemen
Referent: Iman El-HusseinElternarbeit und Medieneinsatz "Bildungschancen"
Referent: Antonio DiazTag der offenen Tür im ANE
Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm."Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration"
Vortrag von Anita KnapekBerlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung
Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung
Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.
Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen
"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

Abwarten und Tee trinken. Für Schülerinnen und Schüler des Melanchthon-Gvmnasiums Bretten stimmt dieses geflügelte Wort nur zur Hälfte: Tee trinken - ja, aber abwarten - nein: sie handeln. Und das im doppelten Sinne. Ihre Schülerfirma „TeaSpoon“ vertreibt Tee, der auf Plantagen der Adivasi, der Ureinwohner Indiens, in Gudalur angebaut wird. Im Brettener Teeladen, auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt, in mehreren Eine-Welt-Läden Baden-Württembergs und in der Schule selbst ist der Verkauf in vollem Gange.
Die Adivasi sind lange Zeit diskriminiert worden und hatten keinen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Ihre Lebensgrundlage, der Urwald, war in Teeplantagen umgewandelt worden, wo viele der 70 Millionen Ureinwohner in Schuldknechtschaft arbeiten mussten. Fünf Stamme in Gudalur (etwa 30.000 Menschen) haben sich politisch organisiert, ihr Land zurückerhalten und eine eigene Teeplantage gegründet. Die Schülerfirma des Brettener Gymnasiums unterstützt mit dem Teevertrieb in Deutschland den sozialen Emanzipationsprozess der indischen Ureinwohner und die allmähliche Umstellung auf ökologischen Teeanbau. Der Erlös geht an die Adivasi, die so ihre Schule, ihr Krankenhaus, ihr alternatives Hausbauprogramm und ihre politische Interessenvertretung von Gudalur - alles mit dem Ziel der wirtschaftlichen Unabhängigkeit - finanzieren können.
Die Schülerfirma stützt sich konzeptionell auf die zukunftsfähige Wirtschaftsform der „direct links“. Erzeuger und Verbraucher arbeiten dabei direkt zusammen, d.h. sowohl die Adivasi (Erzeuger) als auch die Schüler/-innen (Kontakt zu Verbrauchern) gestalten gemeinsam die Handels- und Verkaufsbedingungen auf der Basis von sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit.
Der Schwarztee wird bei schulischen und öffentlichen Veranstaltungen, über das Internet und lokale Partner vertrieben. Ein kostenloser Service von „TeaSpoon" ist die Information der Kunden über den Entstehungs- und Handelsprozess des Tees, die auch zur Mitgestaltunq animieren sollen. Zur Vertiefung der per E-Mail aufgebauten Beziehungen und zur Festigung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit plant die Schülerfirma eine Bildungs- und Begegnungsreise zum Partnerprojekt ACCORD/AMS der Adivasi nach Gudalur. Finanzielle Unterstützung für die Reise wird derzeit beim DKJP (Deutscher Kinder- und Jugendplan der EKD) beantragt
Der persönliche Kontakt zu den Ureinwohnern Indiens ist aber auch von zentraler Bedeutung. Alle zwei Jahre kommt eine Gruppe der Adivasi zum Kirchentag nach Deutschland. Eine Besuch des Melanchthon-Gymnasiums steht dann meist mit auf dem Programm. Neben dem gemeinsamen Teehandel betreiben Erzeuger und Verkäufer dann auch einen regen kulturellen Austausch. Vor allem in Sachen Lebensgestaltung können die Melanchthon-Gymnasiasten viel von den indischen Ureinwohnern lernen, sagt Bettina Schroeder, die Projektbetreuerin. „Die Menschen reden dort über ihre Probleme bis sie eine Lösung sehen, wobei jeder ein Wort mitzureden hat. Psychohygiene ist bei den Adivasi in ritualisierter Form in den Alltag eingebaut. Trotz ihrer wirtschaftlichen Lage sind es offene und fröhliche Menschen.“
Unterstützung erhalten die Schüler/-innen durch externe Kooperationspartner wie beispielsweise der Stadtverwaltung Breiten sowie von der AG „Adivasi Tee-Projekt“ der Evangelischen Studentengemeinde in Deutschland.
„TeaSpoon“ soll das nachhaltige Teeprojekt in Indien nicht durch Almosen sondern durch persönlichen Austausch und Wirtschaftsbeziehungen unterstützen die Schüler/-innen erfahren sich dabei als gestaltende Akteure der Zukunft. Andererseits fördert das Projekt auch die Kreativität, Eigenständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein neben der Schulung sozialer Kompetenzen durch Teamarbeit. Verständnis für globale Zusammenhänge im Spannungsfeld sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Prozesse im Sinne der Agenda 21 soll über dieses Projekt bei den Schüler/-innen entwickelt werden.
Kontakt:
Melanchthon-Gymnasium
Weißenhoferstraße 48
75015 Bretten
Tel.: 0 72 52 / 9 35 20
Fax: 07252/9352 12
E-Mail: Sekretariat@Melanchthon-Gymnasium-Bretten.de
Website: www.melanchthon-gymnasium-bretten.de
Zur Website des Projekts: www.tee-link.de
Wir, die Chameleon Schüler-GmbH, versuchen durch den Vertrieb von fairgehandeltem Tee die Ureinwohner Indiens zu unterstützen und durch unser nachhaltiges Handeln einen Teil zur Agenda 21 beizutragen.
Zur Website des Adivasi-Tee-Projekts (ATP): www.adivasi-tee-projekt.org
Seit 1994 engagiert sich das Adivasi-Tee-Projekt (ATP) für die indischen UreinwohnerInnen (Adivasi) im Gudalur-Tal Südindiens. Wir arbeiten dabei eng zusammen mit unserer indischen Partner-Organisation ACCORD und der Adivasi-Interessenvertretung AMS.