Elternarbeit und Medieneinsatz "Gesunde Ernährung"
Referent: Antonio DiazFachtag Elternbriefe
"Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"Elternarbeit und Medieneinsatz zu Kitathemen
Referent: Iman El-HusseinElternarbeit und Medieneinsatz "Bildungschancen"
Referent: Antonio DiazTag der offenen Tür im ANE
Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm."Generationsübergreifende Folgen nach Krieg, Flucht, Vertreibung und Emigration"
Vortrag von Anita KnapekBerlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung
Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung
Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.
Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen
"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

Ideen für Aktionen, Veranstaltungen, Angebote, CDs und Bücher - für alle, die Kinder für Musik begeistern wollen
Ideen für:
1. Für alle Altersgruppen
2. Für Kleinkinder
3. Für Schulkinder und Jugendliche
1. Für alle Altersgruppen
Wenn Sie gute Kinderlieder suchen, Anregungen brauchen, wie Kindern das Singen schmackhaft gemacht werden kann, sich einen Überblick über heutige Liedermacher und Kinderlieder verschaffen wollen oder wissen möchten, was vor 50 oder 30 Jahren gesungen wurde - dann hilft Ihnen das Kinderliedarchiv der Landesmusikakademie Berlin (www.landesmusikakademie-berlin.de) weiter. Das Archiv sammelt Kinderlieder (Lieder, die nach 1945 im geteilten und wiedervereinten Deutschland bis zur Gegenwart entstanden und in Liederbüchern, Zeitschriften, auf Liedblättern und Tonträgern zu finden sind; Biographien und andere Zeugnisse aus dem Schaffen von Liedermachern, Komponisten und Textautoren; Geschichten und Episoden über das Entstehen und die Wege von Liedern; wissenschaftliche und methodische Schriften) und stellt eigene Ton- und Bilddokumente her (CD’s, DVD’s, Fotos und Videos, die vor allem über die regionale Szene - Berliner Kinderchöre, Singen in Kindergärten, Schulen oder in der Freizeit von Kindern Auskunft geben und mit Interviews mit Liedermachern, Komponisten, Chorleitern und erfolgreichen Musiklehrer/innen und Erzieher/innen.) Das Kinderliederarchiv veranstaltet einmal im Jahr die Kinderliedausstellung "HÖR-BAR" und Singveranstaltungen wie "Unser Liederkalender", ein Vormittagsangebot für Kindergärten und Schulen.
Öffentliche Musikschulen können in Deutschland auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es eine rege Nachfrage nach Instrumental- und Vokalunterricht. Im 1952 gegründeten Verband deutscher Musikschulen (VdM) sind mittlerweile ca. 1.000 Musikschulen organisiert. Über 1.000.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden bundesweit im Spiel von Instrumenten und im Gesang unterrichtet. Musikschulen bieten bezahlbaren hochwertigen Unterricht und ermöglichen Menschen aller Alterstufen, gemeinsam zu musizieren.
Für kleine Kinder bieten die Musikschulen Kurse in musikalischer Früherziehung an. Und falls Sie unsicher sein sollten, welches Instrument das richtige für Ihr Kind ist: Über die sog. „Instrumenten-Karussells“ der Musikschulen haben Kinder die Möglichkeit, unterschiedliche Instrumente auszuprobieren, bevor sie sich für eins entscheiden. Informationen unter: www.musikschulen.de oder Verband deutscher Musikschulen (VdM), Plittersdorfer Str. 93, 53173 Bonn, Tel: 0228 / 95706 - 0, Fax: 0228 / 95706 - 33
Musikpädagogische Angebote können Eltern in Berlin, Gütersloh, Köln und in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Havelland und Potsdam-Mittelmark über den kostenlosen Service der Ben-ElternNetz-Datenbank finden. Siehe www.ben-elternnetz.de.
Kinder erfahren Musik am besten ganz unmittelbar und mit allen Sinnen. Besonders beeindruckt sind sie in der Regel, wenn sie Instrumente auch mal anfassen und ausprobieren dürfen. In Hamburg haben Kinder seit 1989 dazu im „Klingenden Museum“ die Gelegenheit. Unter professioneller Anleitung können sie entdecken, wie Instrumente funktionieren, wie sie klingen und wie man sie spielt.
Siehe: www.klingendes-museum.de.
Als mobiler Ableger des Klingenden Museums ist in Berlin seit 2004 der „Klingende Museumsbus“ im Betrieb. Der bunte Doppeldeckerbus kommt mit Instrumenten und Musikpädagogen beladen zu Schulen, Kitas, Straßenfesten und anderen Veranstaltungen. Der Bus kann gebucht werden über die Internetseite des Klingenden Museums (www.klingendes-museum.de).
Das Klingende Museum gibt außerdem den „Klingenden Kalender“ heraus, eine Übersicht über Musikangebote speziell für Kinder.
Die Landesmusikakademien der Bundesländer unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung zum Teil sehr. Einige sind aber auch für Kinder, Jugendliche und Eltern eine ganz wunderbare Anlaufstelle für musikpädagogische Ideen.
Die Berliner Akademie bietet u.a. Workshops für musizierende Jugendliche mit der Band „17 Hippies“, verleiht Instrumente an Schulkinder und bittet vom 21. – 24. September 2006 zum Europäischen Samba-Festival. Die Akademie veranstaltet außerdem Mitsingkonzerten, musikalische Geschichten, Weltmusik- und Tanz-Veranstaltungen sowie Workshops zur Musikgeschichte für Kinder und Jugendliche. Siehe www.landesmusikakademie-berlin.de.
Der Kindermedienpreis Leopold, der alle zwei Jahre vom Verband deutscher Musikschulen in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben wird, hilft Ihnen bei der Wahl geeigneter Musikproduktionen für Ihre Kinder. Preisträger im Jahr 2005 waren unter anderem die Kinderoper-CD „Die Geschichte vom Ring der Nibelungen“, das Klassik-Hörbuch „Wunder mit Huhn“ und die CD „Molly Motte Bunt“ mit Popsongs für Kinder von 8 bis12 Jahren. Eine zweite Jury, besetzt mit Kindern, vergibt den „Poldi“. Dieser ging im letzten Jahr an das Kinderbuchmusical (Buch und CD) „Ritter Rost feiert Weihnachten“. Siehe www.musikschulen.de/seiten/projekte/leopold.htm.
Auch über die Internetseite von „Töne für Kinder“ (www.toene-fuer-kinder.de) bekommt man Tipps für empfehlenswerte Hörproduktionen. Neben musikalischen CDs und Kassetten werden hier auch Hörspiele und Hörbücher für Kinder vorgestellt. Die aktuellen Empfehlungen sind auch als Print-Version zu beziehen.
Mit der Idee der "Trommelkreise" (aus dem Englischen: Drum Circles) gibt es in vielen Städten und Regionen eine Möglichkeit für Kinder und Erwachsene sich spontan mit anderen zum gemeinsamen Trommeln zusammen zu finden. So finden z. B. in Hamburg, Kassel, Weimar, Landau, Heidelberg und Stuttgart mittlerweile regelmäßig solche rhythmischen „Zirkeltrainings" statt, an denen sich jede und jeder unabhängig von trommlerischen Vorkenntnissen beteiligen kann. 15 bis 500 Personen machen auf im Kreis aufgestellten Perkussioninstrumenten gemeinsam Musik. Ohne vorheriges Üben oder lange Absprachen geht es direkt los - die Musik entsteht aus dem Augenblick. Die Trommelnden folgen dem eigenen Rhythmus, hören und beziehen sich dabei aber gleichzeitig auch auf die Mittrommler.
Die Trommelkreise sind eine nicht nur bei Kindern und Jugendlichen beliebte musikpädagogische Idee, die zunehmend auch an Schulen umgesetzt wird. Wichtiger als die Vermittlung von Lerninhalten ist der Spaß am gemeinsamen Musik- und Rhythmuserlebnis, die Vermittlung einer wertschätzenden, von Teamgeist geprägten und fehlerfreundlichen Atmosphäre. Musikalische Lernerfahrungen wie metrische Sicherheit, rhythmische Genauigkeit, Phrasierung, Dynamik und Zusammenspiel vermitteln sich ganz nebenbei. Entsprechende Trommelkreise können im Klassenverband, auf Schulfesten aber auch außerhalb des schulischen Rahmens stattfinden (im Park, auf öffentlichen Plätzen).
Auf der Internetseite des Vereins „Lets make Music e.V.“ können Sie sich über "Drum Circles" informieren und erfahren, ob auch in Ihrer Nähe ein öffentlicher Trommelkreis stattfindet. Siehe www.letsmakemusic.de.
Jeden Sonntag zwischen 8:00 und 9:00 Uhr am Morgen läuft im „Kulturradio“ die Sendung „Klassik für Kinder“. Gesendet werden lustige und spannende Geschichten aus der Welt der klassischen Musik: komische Instrumente, seltsame Abenteuer, knifflige Rätsel und Hits für Kinder.
Auch Bayern 4 Klassik sendet sonntags für Kinder. Um 17.05 gibt es dort die Kindersendung „Do Re Mikro“, bei der es nicht nur um klassische Musik geht.
Im WDR gibt es sonntags von 12.20 bis 13 Uhr das Kindermusikmagazin "papageno".
Fast alle Konzert- und Opernhäuser bieten mittlerweile spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche an. Wir können hier nur eine sehr begrenzte Anzahl davon näher vorstellen. Es lohnt sich aber, sich bei den Konzerthäusern in Ihrer Region nach entsprechenden Aktionen zu erkundigen. Hier einige Beispiele:
Seit Oktober letzten Jahres veranstalten das Kulturradio des RBB und das Deutsche Sinfonie-Orchester in Berlin Konzerte für Kinder. Um Sechs- bis Zwölfjährigen Spaß an klassischer Orchestermusik zu vermitteln, wurde ein spezieller Ansatz gewählt: Die Kinder sollen die Aufführungen nicht nur passiv erleben, die Musik soll zu einer selbst erlebten Erfahrung werden. Die Konzerten dauern maximal eine Stunde, davon rund 40 Minuten reiner Musikanteil und 20 Minuten Moderation, Gespräch zwischen Kindern und Musikern und Zeit zum Mitmachen. Die Kinder bringen sich selbst als „Musikinstrument“ mit: Stimmen zum Singen, Hände zum Klatschen und Körper zum Bewegen. Sie können Instrumente ausprobieren und Musiker treffen. Das passende "make up" erhalten sie vor dem Konzert beim Kinderschminken.
Gespielt wird z. B. die 1. Sinfonie von Mozart, die er als Achtjähriger schrieb. Zu Hans Christian Andersens Märchen "Des Kaisers Nachtigall" entwickeln die Kinder eigene Klänge. Zu jedem Konzert gibt es eine begleitende Arbeitsgemeinschaft für GrundschullehrerInnen.
Informationen und Karten (4,00 Euro für Kinder, 6,00 Euro für Erwachsene) über www.dso-berlin.de bzw. tickets@dso-berlin.de oder unter der Telefonnummer 030 / 2029 8711.
Alle Konzerte werden vom Kulturradio mitgeschnitten und in der Sendung "Klassik für Kinder" (sonntags 8:04 bis 9:00 Uhr) zu hören sein.
Die Jugendarbeit der Berliner Philharmoniker ist vor allem durch das „Le Sacre Du Printemps“-Projekt und den begleitenden Film „Rhythm is it“ bekannt geworden. Das mehrfach preisgekrönte Programm Zukunft@BPhil der Philharmoniker will Menschen aller Altersstufen und unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft und Begabung für eine aktive und schöpferische Auseinandersetzung mit Musik begeistern.
Schulorchester bereiten unter der Leitung von Sir Simon Rattle die Aufführung eines Musikstücks vor, Oberschüler entwickeln eigene Texte zur Musik von Schostakowitsch und vertonen diese, Strafgefangene drehen einen Musikfilm zu Wagners „Rheingold“. Oberschulklassen können bei ausgewählten Generalproben des Orchesters dabei sein.
Mitglieder der Berliner Philharmoniker, professionelle Musikvermittler und Künstler aus verschiedenen Bereichen leiten die Projektteilnehmer/innen an. Fast alle Aktionen enden mit einer öffentlichen Abschlusspräsentation, um den Mitwirkenden Gelegenheit zu geben, ihre neuen Erfahrungen mit anderen zu teilen. Siehe www.berliner-philharmoniker.de/education.html und www.rhythmisit.com.
Ausführlichere Informationen über die „Education“-Arbeit der Berlin Philharmoniker finden Sie in unserem Artikel „Mozart goes Hip-Hop“.
Die Dresdner Philharmonie wendet sich mit ihren "Freakquency"-Angebote an junge Leute, die gern einmal hinter die Kulissen eines professionellen Orchesters oder Chores schauen möchten. Freakquency wurde von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Sachsen e.V. mit dem Jugendkunstpreis als bestes sächsisches Kulturprojekt ausgezeichnet. Siehe www.dresdnerphilharmonie.de/r_index.html.
Auch die Münchner Philharmoniker bieten Jugend- und Schulkonzerte, Workshops, öffentliche Generalproben, Instrumentenworkshops sowie Kinder- und Jugendabos an. Siehe http://www.mphil.de/mphil/de/index.php?Set_ID=5.
In der Tonhalle Düsseldorf heißt das Kinder- und Jugendprogramm "Voll auf die Ohren" und erreicht mit seinem breiten und kostenlosem Angebot alle Altersstufen: vom Vorschulkind zum Jugendlichen. In Zusammenarbeit mit Musikern der Düsseldorfer Symphoniker und interessierten Lehrern der Düsseldorfer Schulen werden verschiedene konzertpädagogische Projekte realisiert, um der nachwachsenden Generation Freunde an klassischer Musik zu vermitteln. Von Führungen und Ferienworkshops über Probenbesuche, Kompositionsprojekte und Schulaufführungen. „Musikvermittlung“ wird in der Tonhalle über das „Mitmachen“ definiert: Mit Musizieren, Mit Komponieren, Mit Moderieren, Mit Inszenieren. Siehe: www.tonhalle-duesseldorf.de/kinder_und_jugendprogramm.
Die WDR-Jugendkonzerte in der Kölner Philharmonie haben bereits Tradition. Neu ist eine kostenlose CD-ROM mit umfangreichem Hintergrundmaterial, die der WDR interessierten Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stellt. Für Oberschüler gibt es darüber hinaus die Möglichkeit zur Teilnahme an Schülerprojektwochen. Siehe: www.wdr-jugendkonzerte.de.
Das Projekt „Ohrenspitzer“ will Kitas und Schulen beim Vermitteln der Fähigkeiten des Hörens und Zuhörens unterstützen. „Ohrenspitzer“ bietet Kindergärten, Schulen und außerschulischen Gruppen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg einen Koffer voller Hörangebote samt Materialien, eine Internetplattform für Vernetzung und Austausch, pädagogische Begleitung sowie Fortbildungen. Siehe www.ohrenspitzer.de.
2. Für Kleinkinder
Schon mit ganz kleinen Kindern kann man toll Musik machen und so ihre von Geburt an existierende musikalische Begabung unterstützen. In öffentlichen Musikschulen und Nachbarschaftsheimen gibt es Kurse auch schon für die Kleinen und Ihre Eltern. Fragen Sie nach! Wenn Sie in Berlin, Gütersloh, Köln oder in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Havelland oder Potsdam-Mittelmark wohnen, können Sie auch den kostenlosen Service der Ben-ElternNetz-Datenbank in Anspruch nehmen, um sich über ein Angebot in Ihrer Nähe zu informieren. Siehe www.ben-elternnetz.de.
Der „Musikgarten" ist ein musikpädagogisches Konzept, das Kinder ab dem Säuglingsalter und deren Eltern zum gemeinsamen Musizieren anregen möchte. Das Musikgartenkonzept betont die zentrale Rolle der Eltern in der Vermittlung von Musik. Musikgarten-Musikstunden haben daher mehrere Ziele: Zum einen sollen Kinder dabei unterstützt werden, eine Beziehung zur Musik aufzubauen. Zum anderen sollen die sie begleitenden Erwachsenen mit „spielerischem“ Musizieren vertraut gemacht und angeleitet werden, wie sie Musik ganz selbstverständlich in den häuslichen Alltag integrieren können. Das gemeinsame Singen, Tanzen, Trommeln, Melodien-Erzeugen und Spielen von musikalischen Bewegungsspielen soll außerdem helfen, die Bindung zwischen Kind und Erwachsenen zu festigen.
Durch spezielle Fortbildungen kann man sich zum Musikgarten-Lehrer ausbilden lassen. Informationen zu Unterrichtsangeboten für Eltern und Kinder sowie Fortbildungsveranstaltungen unter www.musikgarten.info.
Musik kann von Kindern genauso selbstverständlich und spielerisch erlernt werden wie eine Sprache. So wie Kinder in eine Sprachwelt hineinwachsen, einfach indem sie Sprache hören und Wörter sprechen lernen, können sie auch in eine musikalische Lernwelt eingeführt werden. Das ist die Ausganghypothese des Vereins "Kindliche Lernwelt Musik", der sich der Erforschung der lernpsychologischen Grundlagen musikalischen Lernens widmet. Das mit dem Verein assoziierte Gordon-Institut für frühkindliches Musiklernen (GIFM) in Freiburg bietet davon ausgehende Unterrichtsangebote für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren und ihre Eltern. Die Lust der Kinder an Musik und am Lernen soll genutzt werden, um sie spielerisch mit vielfältigen musikalischen Erscheinungsformen in Kontakt zu bringen. Melodien und Lieder werden mit Bewegung begleitet, es werden Rhythmen, tonale Elemente, Kinderreime und Abzählverse, Bewegungsspiele und verschiedene Klangmaterialien ausprobiert.
Das Gordon-Institut bietet außerdem Fortbildungen an für Interessenten mit einem abgeschlossenen Musikstudium. Siehe: www.kilemusik.de.
Wie in unserem Hauptartikel bereits erwähnt, betonen alle Bildungsprogramme für den Kita-Bereich die zentrale Rolle musischer Anregung und Förderung als Teil der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. In ihren Umsetzungsvorschlägen unterscheiden sich die Programme zum Teil aber erheblich. Daher lohnt sich ein vergleichender Blick auch in Programme, die nicht aus Ihrem Bundesland stammen. Informieren Sie sich, was in der Arbeit mit Kindergartenkindern alles möglich ist. Vieles davon lässt sich auch im Familienalltag gut umsetzen. Die verschiedenen Bildungspläne finden Sie unter: www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=2023.
3. Für Schulkinder und Jugendliche
Der in Stuttgart ansässige Verein „Lets make Music e.V.“ will den herkömmlichen Musikunterricht an Schulen beleben: Ausgehend von der Begeisterung, die Kinder dem Musikmachen entgegen bringen, vermittelt „Let’s make Music“ moderne, handlungsorientierte Konzepte an Lehrer und andere Interessierte. Vieles davon ist über die Internetseite des Vereins einzusehen. Alle Schüler sollen die Möglichkeit bekommen, ein Instrument zu erlernen und zusammen mit anderen zu spielen. Der Verein will darauf hin wirken, Musikunterricht vom Rand ins Zentrum des schulischen Fächerkanons zu rücken. Die Initiative bietet u. a. Workshops und Lehrerfortbildungen in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Schulmusik AfS an, entwickelt Materialien und Unterrichtskonzepte und informiert über den Einsatz von Computern im Musikunterrich . Sie unterstützt Schulen bei der Instrumentenbeschaffung und berät im Hinblick auf Sponsoringmöglichkeiten.
Siehe www.letsmakemusic.de.
Auch die Akademie für Musikpädagogik will den schulischen Musikunterricht reformieren und insbesondere dem Instrumentalspiel mehr Gewicht geben. Neben musikpädagogischen Forschungsprojekten bietet die Akademie u. a. Fortbildungskurse für Lehrer zum Thema Klassenmusizieren mit Blasinstrumenten, mit Streich- und Perkussionsinstrumenten, mit Mundharmonika und Akkordeon sowie Kurse zu "Musikunterricht und Computer" und "Popmusik in der Schule". Für Kinder und Jugendliche (Anfänger wie Fortgeschrittene) führt die Akademie jährliche musikalische Feriencamps durch. Siehe www.musikpaedagogik.de.
Über den Landesmusikrat Niedersachsen können sich Schulen musikpädagogische Unterstützung holen. Im Projekt „Hauptsache: Musik“ wurden z. B. Musiziertage an Grundschulen durchgeführt und an 30 niedersächsischen Schulen „Bläserklassen“ eingerichtet. Die Band "Jazzkantine" konnte für Mitmach-Schulworkshops gewonnen werden, in denen Schülern mit den Stilrichtungen Rap, HipHop und Fusion vertraut gemacht wurden. Siehe www.landesmusikrat-niedersachsen.de
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt schulmusiker.info ist die größte deutsche Onlinedatenbank für den Musikunterricht. Sie bietet u. a. Informationen zu den Themen Musikepochen, Musikgattungen, Komponisten und Musiker sowie zu Didaktik, Ausbildung, Internet und Multimedia, Hard- und Software und Unterrichtsmaterial. Siehe: www.schulmusiker.info/index.htm.
Musikpädagogische Materialen für die Arbeit mit Schulkindern bekommt man auch über den „Arbeitkreis für Schulmusik e.V.“ unter www.afs-musik.de.
Ein gelungenes Beispiel für ein fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt ist das „Abenteuer Musik - Klassik für Kinder“ - Projekt der Heinrich Heine Grundschule in der Stadt Blankenburg im Harz. Unter Anleitung der Landesmusikakademie Sachsen-Anhalts erforschten die Kinder, wie die Komponisten Bach, Händel und Telemann gelebt und gearbeitet haben und unter welchen Umständen ihre berühmte Werke entstanden sind. Die Grundschüler eigneten sich die Musik des Barock an und lernten Menuett zu tanzen. Sie setzten ihre persönlichen Eindrücke von z. B. Händels „Wassermusik“ in Texte und Bilder um und bauten eigene Instrumente. Zum Abschluss ihrer Arbeit präsentierten sie die Ergebnisse auf einer öffentlichen Veranstaltung. Siehe: www.landesmusikakademie-sachsen-anhalt.de/hhs/index.html.
"Intelligent mit Musik!" ist das Motto einer bundesweiten Kampagne von Verbänden aus Kultur, Musikwirtschaft und Wissenschaft. Dem Unterrichtsfach Musik soll ein wichtigerer Platz im Fächerkanon der Schulen verschafft werden. Die Kampagne nimmt Bezug auf eine sechsjährige Untersuchung an Berliner Grundschulen, bei der die Schüler musikbetonter Klassen mit denen normaler Klassen verglichen wurden. Gemeinsames Musizieren könne demnach die soziale Integrationsbereitschaft fördern und Musikunterricht eine Schlüsselrolle im gesellschaftlichen Verständigungsprozess spielen. In der Realität ist es um den schulischen Musikunterricht häufig schlecht bestellt. In Grund- und Hauptschulen beispielsweise fallen bis zu 80% der Musikstunden aus oder werden fachfremd erteilt. Die Kampagnen will dem entgegen wirken, u. a. in dem sie die zahlreichen positiven Wirkungen musikalischer Erziehung öffentlich macht und Entscheidungsträger aus Politik, Kultur und Verwaltung über die Ergebnisse der Studie informiert und für eine Weiterentwicklung des Musikunterrichts gewinnt.
Studie: Musik(erziehung) und ihre Wirkung, als Taschenbuch unter dem Titel: Kinder optimal fördern - mit Musik. Intelligenz, Sozialverhalten und gute Schulleistungen durch Musikerziehung (Hans Günther Bastian (Hrsg.)) Siehe: www.intelligent-mit-musik.de
zusammengestellt von Miriam Walther