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Veranstaltungen

Gelsenkirchen, 22.05., 09- 12 Uhr

Elternarbeit und Medieneinsatz zu Kitathemen

Referent: Antonio Diaz
Ort: Evangelisches Familienzentrum Hüllen-Schatzkiste, Vandalenstr. 15, 45888 Blumke-Hülle Gelsenkirchen
Teilnehmer: max 15 Personen

Dortmund, 02.06., 10 - 13 Uhr

Elternarbeit und Medieneinsatz "Gesunde Ernährung"

Referent: Antonio Diaz
Ort: Biff e.V., Wittenstr. 46, 44149 Dortmund
Teilnehmer: max 15 Personen

Berlin, 08.06., 09:00 Uhr

Fachtag Elternbriefe

"Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?"

Berlin, 08.06., 10:00 Uhr

Elternarbeit und Medieneinsatz zu Kitathemen

Referent: Iman El-Hussein
Ort: ANE - Geschäftstelle
Teilnehmer: max 15 Personen

Berlin, 08.06., 10:00 Uhr

Elternarbeit und Medieneinsatz "Bildungschancen"

Referent: Antonio Diaz
Ort: ANE - Geschäftsstelle
Teilnehmer: max 15 Personen

Berlin, 08.06., 14:00 Uhr

Tag der offenen Tür im ANE

Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" am Freitag, dem 8. Juni 2012 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Informationen und Gespräche für Eltern und ein buntes Kinderprogramm.

Fachtag Elternbriefe

Berlin, 08.06.2012, 09:00 - 14:00 "Was ist neu an den ANE-Elternbriefen? Wie können sie in der Praxis eingesetzt werden?" Programm und Anmeldung

Tag der offenen Tür

Berlin, 08.06.2012, 14:00 - 20:00 Die neuen ANE-Elternbriefe "mit Eltern für Eltern" Anmeldung

Elterntipps Arabisch/Deutsch

Erziehungstipps für Migrantenfamilien aus dem arabischen Sprachraum.

Elternbriefe Schule Berlin

Elternbriefe Sprache

Sprachentwicklung und Sprachförderung in 10 Sprachen

Download.
Bestellen.

Filme für Eltern

"Wie Babys sich entwickeln" - Kurzfilme für junge Eltern.

Gesunde Ernährung und Bewegung

Autorin: Saffana Salman

Gesunde Ernährung und Bewegung sind das A und O für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung des Kindes.

 

Die Ernährung und die Essgewohnheiten unterscheiden sich von Familie zu Familie und von Kultur zu Kultur. Wir gewinnen unsere Essgewohnheiten in den ersten 10 Jahren unseres Lebens. Und deshalb ist eine frühe Förderung der gesunden Gewohnheiten wie das richtige Essen und ausreichend Bewegung sehr wichtig.   Besonders bei kleinen Kindern sind der physiologische Hunger und das Sättigungsgefühl noch ausgeprägt. Sie können weitgehend selbst entscheiden, wie viel sie essen möchten und wann sie aufhören sollten. Durch falsche Essgewohnheiten der Familie verliert das Kind seine natürliche Fähigkeit zu entscheiden, wann es Hunger hat und wann es satt ist.

Beispiel 1:  „Iss deinen Teller leer, sonst gibt es morgen Regen.“
Beispiel 2:  Durch einen ungeregelten Tagesablauf, besonders bei Familien mit vielen Kindern, wird ein spätes Zubettgehen der Kinder begünstigt. Folge dieses Verhaltens ist, dass die Kinder nicht ausreichend schlafen und so am nächsten Tag mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Desinteresse reagieren.   Das Kind in dem ersten Beispiel ist gezwungen, sich nicht an seinem Gefühl zu orientieren, sondern an den Regeln. Beim zweiten Beispiel verlernt das Kind mit der Zeit, wie wichtig ein gemeinsames Essen ist, denn oft essen solche Kinder zwischendurch viel Süßes. Wenn sogar die ganze Mahlzeit ausfällt, hat das gravierende Folgen für die körperliche und geistige Leistung des Kindes. Bei beiden Beispielen kann der falsche Umgang mit Essen der Beginn einer späteren Essstörung sein.  

 

Essstörung - was ist das?

Eine Essstörung liegt dann vor, wenn ein Mensch isst  oder sich weigert zu essen, um ein psychisches Bedürfnis und nicht etwa körperliche Bedürfnisse wie Hunger zu befriedigen. Essstörungen haben verschiedene Gesichter. Besonders verbreitet ist bei Jugendlichen die Binge Eating Störung - auch bekannt als Heißhungerattacken und Esssucht. Beide Formen führen zu Übergewicht.
Übergewicht liegt dann vor wenn der Anteil des Fettgewebes am Körpergewicht höher als normal ist (Quelle: Pudel & Westerhöfer, Ernährungspsycholgie, 1997). Weit verbreitet ist auch Magersucht oder Appetitlosigkeit, besonders bei jungen Mädchen.

 

Wie kann ich wissen ob mein Kind übergewichtig oder untergewichtig ist?

Durch die Berechnung des Body-Mass-Indexes (BMI) kann man ganz einfach beurteilen, welchem Bereich das Kind zuzuordnen ist. Der BMI ist zwar ein Maß zur Beurteilung des Körpergewichtes und nicht des Körperfettes, aber mit zunehmenden Körpermaßen steigt auch die Fettmasse. Er berechnet sich nach der Formel:

  

Formel Boddymassindex

  

Beispiel: Ein Mädchen ist 9 Jahre alt, 140 groß und wiegt 37 Kilogramm. Ihr BMI wird so berechnet: Zuerst wird Körpergröße mal Körpergröße gerechnet (1,40 x 1,40 = 1,96). Dann wird das Körpergewicht durch den errechneten Wert geteilt (37: 1,96 = 18,9 = BMI).

Anschließend kann der BMI - Wert mit den Wachstumskurven oder den Werten in den BMI –Tabellen unter Berücksichtigung des Alters und des Geschlechtes verglichen werden.

Auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden Sie einen BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche,
sowie Erläuterungen zum Body Mass Index.

 

Achtung:  Diäten sind für die körperliche Entwicklung total ungesund. Bei einer Diät ernährt man sich nur einseitig oder isst insgesamt weniger. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen aber ausreichend Nährstoffe für ihr Wachstum. Deswegen kann eine Diät große gesundheitliche Schäden verursachen.

 

Ernährung und Bewegung 

Schnell, schnell muss heute alles gehen. Fast Food ist für diesen Lebensstiel leider sehr geeignet. Man muss wissen, dass Fast Food viel tierisches Fett enthält und damit viele Kalorien. Es ist stark gewürzt und enthält kaum Mineralstoffe oder Vitamine. Nachmittags auf dem Spielplatz haben Kinder dann oft etwas zum naschen dabei, seien es Chips, Gummibärchen, Eis, Schokolade usw.  Abends haben sie dann einen vollen Bauch und keinen Appetit mehr auf eine vollwertige Abendmahlzeit.

 

Worauf sollten Eltern bei der Ernährung ihrer Kinder achten:

  •  Kinder sind beim Essen keine kleinen Erwachsenen und daher noch keine Feinschmecker. Der Geschmack wird in den ersten Lebensjahren des Kindes im Kopf gespeichert. Auf dieser Grundlage wird der Geschmack eines Essens später von dem Kind als „lecker“ oder „nicht lecker“ bewertet. Deshalb ist es wichtig Kinder frühzeitig an Mahlzeiten mit wenig Salz und Zucker und Speisen mit frischen Kräutern heranzuführen.  
  • Wichtig ist auch, dass die Kinder an Wasser als Durstlöscher gewöhnt sind und nicht an ungesunde, süße Getränke. Reine Fruchtsäfte enthalten natürlicherweise Zucker verschiedener Art und sollen mindestens 1:1 verdünnt werden. Die empfohlene tägliche Trinkmenge für Einjährige liegt bei ca. 600 ml, Zwei- und Dreijährige sollten am Tag gut 700 ml trinken, Vier- bis Sechsjährige brauchen etwa 800 ml täglich und Sieben- bis Neunjährige etwa 900 ml.  
  • Ein Kind sollte nicht allein am Tisch sitzen. Mit den Eltern gemeinsam zu essen und eine angenehme, ruhige Umgebung sowie eine freundliche Atmosphäre runden die Mahlzeit ab.  
  • 50 – 55 % der Nahrungsenergie sollten durch reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln zugeführt werden. Brot, Nudeln, Reis, Getreideflocken, am besten aus Vollkorn sowie Kartoffeln enthalten kaum Fett. Sie sind aber reich an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie an Ballaststoffen.
  • Maximal 30 % der Nahrungsenergie sollte aus Fett, bestenfalls aus pflanzlichem Fetten und Ölen, bestehen.
  • 10 bis 15 % sollte aus tierischem oder pflanzlichem Eiweiß, z. B. Milch, Fleisch und Getreide stammen.
  • Gemüse und Obst sind natürlich sehr wichtig. Empfohlen wird ungefähr 3 bis 5 mal am Tag eine Portion davon zu essen.  
  • Schulbrote sollten abwechslungsreich sein. Sie werden gern gegessen, wenn sie appetitlich zubereitet und verpackt sind.  
  • Häufiges Naschen von Keksen, Süßigkeiten und Süßgetränken zwischen den Mahlzeiten bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel in kurzen Abständen immer weiter steigt. Das wiederum regt die Bauchspeicheldrüse an, häufig Insulin zu produzieren. Insulin aber hemmt den Abbau des Fettes und macht dick.  
  • Einseitige Ernährung führt zu Fehlernährung: So wird durch zu viel Fleisch, Wurst und Käse oder durch zu viel Süßigkeiten und Feinmehlprodukte aber auch durch eine vegetarische Ernährung ohne Milch auf Dauer ein Mangel an bestimmten Nährstoffen erzeugt.

 

Familien mit übergewichtigen Kindern sollten sich besonders anstrengen, das Übergewicht zu bekämpfen. Hilfreich kann sein, wenn die ganze Familie mitmacht und z.B. mit wenig Fett kocht. Getreideprodukte sind sättigend, der Heißhunger wird verringert. Süßigkeiten und Kekse gibt es maximal einmal am Tag, auf „naschfreie“ Pausen zwischen den Mahlzeiten und viel Bewegung ist zu achten.

 

Bewegung
Sport und Bewegung fördert die Körperwahrnehmung und stärkt das Selbstbewusstsein. Bewegung ist einfach in den Tagesablauf einzubinden, z.B. indem…

  • das Kind zu Fuß oder mit Laufrad bzw. dem Fahrrad zur Kita oder zur Schule gebracht wird
  • die Treppe anstatt des Fahrstuhls oder der Rolltreppe benutzt wird.  

Heutzutage sitzen Kinder sehr lange vor dem Fernseher, anstatt zu spielen, sich zu bewegen und auszutoben. Der Fernsehkonsum der Kinder, ebenso wie die Computerspielzeit muss organisiert werden. So gilt für alle Kinder, dass sie nicht vor dem Kindergarten oder der Schule und auch nicht während der Mahlzeiten oder unmittelbar vor dem Schlafen gehen fernsehen oder Computer spielen.

Zusammenfassung: 15% der 3- bis 17-Jährigen sind heutzutage übergewichtig. Die Ursachen sind Überernährung, mangelnde Bewegung und psychische Belastungen, die manche Kinder mit Naschen zu kompensieren versuchen.
Die Grundlage für die Gesundheit des Menschen wird in der frühen Kindheit gelegt. So ist eine ausgewogene Ernährung für die Gesundheit, aber auch für die Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern wichtig. Eltern legen mit ihrer Vorbildfunktion ein wichtiges Fundament für eine gesunde Ernährungsweise. Unstrukturierte, gestresste Eltern können die Gesundheit ihrer Kinder beeinträchtigen. Was Kinder dagegen stark macht, sind Rituale und ein geregelter Tagesablauf, der auch die tägliche Ernährung mit einbezieht.

Auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden Sie Broschüren / Ratgeber für Eltern zu dieser Thematik:
http://www.bzga-kinderuebergewicht.de/adipo_mtp/medien/broschueren.htm

 

Das arabische Medienprojekt "mit Eltern - für Eltern" ist ein Projekt vom Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.